Dir fehlen die Worte? Probiere diese 5 Zeichenideen
Wenn die leere Tagebuchseite schwerfällt, probiere fünf einfache Zeichenideen. Nutze Linien, Farben und Formen auf Papier oder dem Smartphone. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Beginne mit einem Strich statt mit einem Satz
Du öffnest dein Tagebuch, doch dir fällt nichts ein. Vielleicht bist du müde, abgelenkt oder einfach nicht in Schreibstimmung. Du musst aus deinem Tag keine wohlgeordnete Geschichte machen. Wähle eine der folgenden Ideen und zeichne stattdessen ein kleines Bild.
Ein Stift und ein Stück Papier reichen. Auf dem Smartphone kannst du jedes Zeichenwerkzeug verwenden, das du bereits hast. Es gibt keine Bewertung, keine vorgeschriebene Farbe und kein fertiges Bild, das du erreichen musst.
1. Zeichne den heutigen Tag als Wetter
Zeichne eine Wolke, ein Stück Sonnenschein, Regenstriche oder eine Mischung daraus. Lass die Vorhersage weg: Du zeichnest diesen Moment und sagst nicht den morgigen Tag voraus. Wenn du möchtest, schreibe ein Wort daneben.
2. Gib einem Moment eine Farbe
Denke an einen kleinen Teil deines Tages: ein Gespräch, einen Spaziergang, eine Mahlzeit. Wähle eine Farbe, die du damit verbindest, und zeichne eine Form. Deine Wahl hat keine allgemeingültige Bedeutung. Blau kann ruhig, geschäftig, vertraut oder einfach deine Lieblingsfarbe sein.
3. Zeichne eine Linie in deinem Tempo
Zeichne eine Linie über die Seite. Sie darf Schleifen bilden, anhalten, im Zickzack verlaufen oder eine Lücke lassen. Frage dich, ob sich die nächste Linie genauso bewegen soll. Du kannst auch nach einer einzigen aufhören.
4. Zeichne einen Ort zum Innehalten
Skizziere einen Stuhl, ein Fenster, einen Baum oder eine erfundene Ecke. Verwende einfache Formen. Ergänze ein Detail, das du dort gern hättest: eine Tasse, eine Pflanze, eine Decke. Perspektive und Schattierungen sind nicht nötig.
5. Lass etwas Platz
Zeichne ein paar Formen und lasse bewusst einen Teil der Seite leer. Ein Bild muss seinen Rahmen nicht ausfüllen. Wenn du eine Malvorlage verwendest, kannst du ebenfalls Bereiche unbemalt lassen.
Blicke zurück, ohne dich entschlüsseln zu müssen
Frage dich zum Beispiel: „Was fällt mir auf?“ oder „Welchen Teil habe ich gern gezeichnet?“ Du kannst dem Bild ein Datum oder einen kurzen Titel geben. Du musst kein Gefühl bestimmen und zu keinem Schluss kommen.
Farben und Formen sind keine Diagnose. Dies ist eine kreative Anregung, keine Kunsttherapie und kein Test deines psychischen Zustands. Wenn das Nachdenken unangenehm wird, lege das Bild beiseite und mache etwas anderes.
Halte den nächsten Schritt klein
Speichere die Idee, die dir gefallen hat, und greife darauf zurück, wenn sie hilfreich ist. Ein ausgelassener Tag macht nichts ungeschehen. Papier genügt; wenn du lieber auf dem iPhone oder iPad zeichnest, kannst du MoodMirror kennenlernen.
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