Fragen und Antworten: Die Resonanz der Heilung
Wir haben mit Dr. Elena Rostova gesprochen, einer Neurowissenschaftlerin, die zur zertifizierten Klangtherapeutin wurde, um die Wirkmechanismen der Klangtherapie zu erörtern.

Fragen und Antworten: Die Resonanz der Heilung
Typ: Experteninterview
Wir haben mit Dr. Elena Rostova gesprochen, einer Neurowissenschaftlerin, die zur zertifizierten Klangtherapeutin wurde, um die Wirkmechanismen der Klangtherapie zu erörtern.
Frage: Ist Klangtherapie nur „entspannende Musik“?
Dr. Rostova: Sie geht viel tiefer. Während entspannende Musik den Herzschlag verlangsamt, nutzt klinische Klangtherapie bestimmte Frequenzen – oft von Stimmgabeln oder Klangschalen erzeugt –, um eine sogenannte neuronale Synchronisation auszulösen. Wir bringen die Gehirnwellen gewissermaßen dazu, sich von einem gestressten Beta-Zustand zu einem regenerierenden Theta-Zustand zu verlangsamen.
Frage: Wie fühlt sich ein Klangbad körperlich an?
Dr. Rostova: Da unser Körper zu ungefähr 70 Prozent aus Wasser besteht, leitet er Schall hervorragend. Menschen berichten oft von einer körperlichen Schwingung oder einer „Massage“, die durch ihr Gewebe wandert und tiefe Muskelanspannungen lösen kann.
Frage: Kann jeder davon profitieren?
Dr. Rostova: Absolut. Die Teilnehmenden müssen sich überhaupt nicht anstrengen. Sie legen sich einfach hin und nehmen den Klang auf. Besonders hilfreich ist das für Menschen, denen eine stille Meditation im Sitzen zu schwerfällt oder Angst bereitet.