Die Neurowissenschaft des Shinrin-Yoku
Waldbaden, auch Shinrin-Yoku genannt, wird oft für seinen spirituellen Nutzen gelobt. Doch was geschieht in Gehirn und Körper, wenn wir den Wald betreten? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind äußerst fundiert.

Die Neurowissenschaft des Shinrin-Yoku
Typ: Wissenschaftliche Vertiefung
Waldbaden, auch Shinrin-Yoku genannt, wird oft für seinen spirituellen Nutzen gelobt. Doch was geschieht in Gehirn und Körper, wenn wir den Wald betreten? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind äußerst fundiert.
Die Rolle der Phytonzide
Bäume geben flüchtige ätherische Öle namens Phytonzide an die Luft ab, um sich vor Insekten und Bakterien zu schützen. Wenn Menschen diese Stoffe einatmen, erhöht der Körper die Anzahl und Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen, der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), die Tumoren und Infektionen bekämpfen.
Die Amygdala beruhigen
Funktionelle MRT-Aufnahmen von Menschen, die im Wald statt in städtischen Umgebungen spazieren, zeigen einen deutlich geringeren Blutfluss zur Amygdala, dem Angst- und Stresszentrum des Gehirns. Gleichzeitig wird das parasympathische Nervensystem für Ruhe und Verdauung aktiviert, wodurch Cortisolspiegel und Blutdruck sinken.
Fraktale mühelos wahrnehmen
Die Natur ist voller Fraktale: Muster, die sich auf verschiedenen Größenstufen wiederholen, etwa Farnblätter oder Baumäste. Das menschliche Auge ist von Natur aus darauf eingestellt, Fraktale leicht zu verarbeiten. Der Anblick natürlicher Fraktale erzeugt einen Zustand wacher Entspannung und verringert geistige Müdigkeit um bis zu 60 Prozent.