Die Neurowissenschaft des Shinrin-Yoku

Waldbaden, auch Shinrin-Yoku genannt, wird oft für seinen spirituellen Nutzen gelobt. Doch was geschieht in Gehirn und Körper, wenn wir den Wald betreten? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind äußerst fundiert.

MoodMirror-RedaktionVeröffentlicht am 1 Min. Lesezeit
Die Neurowissenschaft des Shinrin-Yoku

Die Neurowissenschaft des Shinrin-Yoku

Typ: Wissenschaftliche Vertiefung

Waldbaden, auch Shinrin-Yoku genannt, wird oft für seinen spirituellen Nutzen gelobt. Doch was geschieht in Gehirn und Körper, wenn wir den Wald betreten? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind äußerst fundiert.

Die Rolle der Phytonzide

Bäume geben flüchtige ätherische Öle namens Phytonzide an die Luft ab, um sich vor Insekten und Bakterien zu schützen. Wenn Menschen diese Stoffe einatmen, erhöht der Körper die Anzahl und Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen, der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), die Tumoren und Infektionen bekämpfen.

Die Amygdala beruhigen

Funktionelle MRT-Aufnahmen von Menschen, die im Wald statt in städtischen Umgebungen spazieren, zeigen einen deutlich geringeren Blutfluss zur Amygdala, dem Angst- und Stresszentrum des Gehirns. Gleichzeitig wird das parasympathische Nervensystem für Ruhe und Verdauung aktiviert, wodurch Cortisolspiegel und Blutdruck sinken.

Fraktale mühelos wahrnehmen

Die Natur ist voller Fraktale: Muster, die sich auf verschiedenen Größenstufen wiederholen, etwa Farnblätter oder Baumäste. Das menschliche Auge ist von Natur aus darauf eingestellt, Fraktale leicht zu verarbeiten. Der Anblick natürlicher Fraktale erzeugt einen Zustand wacher Entspannung und verringert geistige Müdigkeit um bis zu 60 Prozent.

Wichtig: MoodMirror ist ein nichtklinisches Reflexionswerkzeug. Dieser Artikel dient der Information und ist weder medizinische Beratung noch Diagnose, Psychotherapie oder Krisenhilfe. Wenn du dir Sorgen um deine psychische Gesundheit oder Sicherheit machst, wende dich an eine qualifizierte Fachperson oder einen geeigneten örtlichen Notdienst.